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Alle Jahre wieder

Alle Jahre wieder gibt es Hektik vor dem ersten ernstzunehmenden Frost. Keine Ahnung, warum das so ist, man weiß doch, dass der Winter kommt. Ich schaue mir die Wetterprognosen an und denke: ein paar Tage hab ich noch Zeit. Zeit, die Pumpe reinzuräumen und die Schläuche, die Dahlienknollen und die Kübelpflanzen. Ich tue dieses und jenes, ernte die letzten Äpfel und Quitten, bis zum Frost ist ja noch ein bisschen hin. Dann ist das Dringendste getan und ich werde übermütig. Man könnte ja schnell noch… und dann folgt eine Planung für eine Baustelle, die ich eigentlich schon lange hatte in Angriff nehmen wollen, wozu ich aber im Laufe der Vegetationsperiode nicht gekommen war, weil immer etwas anderes wichtiger war. Natürlich bleibt es nicht bei einer Baustelle, weil die eine etwas anderes voraussetzt oder nach sich zieht. Zuletzt wartete ich, obwohl im Laufe der Jahre gelassener geworden, reichlich ungeduldig auf die Lieferung von drei Bäumchen, die vor dem Frost noch in den Boden sollten. Dann kamen sie: eine veredelte Walnuss, die den morsch gewordenen Sämlingsbaum ablösen soll. Eine Sauerkirsche, die gegen Monilia resistent sein soll (als Ergänzung zu den vorhandenen Sauerkirschen, die in diesem Jahr an Monilia extrem gelitten hatten). Und ein Japan-Ahorn, Acer palmatum ‚Seiryu‘, der dort wachsen soll, wo sich vorher eine Forsytia breit und breiter gemacht hatte. Nun sind sie endlich gepflanzt, Erleichterung macht sich breit. Das Wetter soll wieder milder werden, ob ich nicht doch noch… ?

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