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Gnaden des milden Winters IV

Mindestens so lange wie die Sache mit der Wurzelsperre geisterte mir ein anderes Projekt durch den Kopf, war aber bisher nicht verwirklicht worden. Nun war auch die Wurzelsperre am östlichen Zaun fertig, die Gemüsebeete waren einigermaßen wieder hergerichtet und ich hatte noch überschüssige Energie. Das nächste Projekt sollte ein Wintergarten werden. Womit kein Gebäudeteil gemeint ist, sondern eine Pflanzung von Gehölzen, die im Winter mit besonders gefärbten Rinden die Blicke auf sich ziehen. Der Platz dafür stand seit Jahren fest: ein nach Süden gerichteter Hang am nördlichen Ende des Grundstückes. Zur Auswahl der Pflanzen hatte ich schon etliche Male recherchiert. Überdies hatte mir im Vorjahr ein liebenswürdiger Gärtner einen Arm voll Rückschnitt seiner rindenfärbenden Gehölze gebracht. Sie waren längst bewurzelt und eigentlich pflanzbereit. Ich suchte die alte Ideensammlung heraus, überdachte alles noch einmal und machte, weil ich gern zeichne, eine detaillierte Zeichnung als Planung.

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Dann rodete ich zum wiederholten Mal Brennesseln, Brombeeren und Quecken, brachte eine dicke Schicht Kompost auf und baute dort, wo über die Jahre ein Trampelpfad zwischen unserem Grundstück und dem der sehr netten Nachbarn entstanden war, einen Weg aus großen Granitbrocken. Dann pflanzte ich verschiedene Hartriegel und Weiden, ergänzte als Unterpflanzung eine Menge Schneeglöckchen (für die das Ende der Blütezeit der beste Moment ist, um alte Tuffs zu teilen und umzupflanzen) und Helleborus foetidus und stellte zum Abschluß den Regner an, weil es wie so oft in unserer Gegend zu trocken war.

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Nun bin ich gespannt, wie sich die Gehölze entwickeln und freu mich auf ein farbenfrohes Bild in den kommenden Wintern.